Boscov

6. April 2026

« Back to Glossary Index

Wer hat diese Randstellung „Boscov“ genannt? Und vor allem: Warum?

Lange Zeit war die Herkunft des Namens unklar.

George Sullivan und Jonathan Cerf haben gemeinsam das „Othello Quarterly“ herausgegeben. Das Schreiben von Artikeln für diese Zeitschrift bot Ihnen viele Gelegenheiten, Namen für verschiedene Othello-„Eröffnungen“ und -Positionen zu erfinden. George wuchs in Reading, Pennsylvania, auf. Der führende Kaufmann der Stadt war viele Jahre lang ein Mann namens Al Boscov, der Vorsitzende einer Kaufhauskette namens Boscov’s. George und Jonathan gaben dieser Othello-Randstellung den Namen „Boscov“ aus einer Laune heraus, so eine Art Insiderwitz oder persönlicher Scherz. Sie fanden, die Stellung sollte einen Namen haben, aber ihre Wahl war völlig willkürlich. Als George später auf einer Party Al Boscov traf, freute er sich, Herrn Boscov mitteilen zu können, dass wir eine Othello-Position nach ihm benannt hatten. Herr Boscov hatte keine Ahnung, wovon George sprach.1

Die Stellung ist meist ein Vorteil für den Spieler, der diese Lücke lässt, hier im Beispiel Weiß. Spielt Schwarz

  • E1 kann Weiß entweder mit B1 die Kante nehmen. Da F2 noch frei ist, besteht die Chance für weiß, die Kante auszugleichen oder antwortet mit F2 und wenn Schwarz mit G1 reagiert, hat Schwarz mit der unausgeglichenen Kante einen Nachteil.
  • F2 kann Weiß mit B1 antworten. Weiß gewinnt dadurch Tempo, da es einen freien Zug auf E1 erhält (wenn G3 und H4 nicht weiß sind) und hat im Zweifel anschließend einen weiteren möglichen Zug auf G1
  1. Interview mit Jonathan Cerf, abgerufen am 06.04.2026 ↩︎

« Zurück zum Glossar-Index